Role Models

Ich bringe gern Ordnung ins Chaos

Sandra Lachmann, selbstständige Kommunikationsberaterin
  • EmployerBranding
  • Kommunikation
  • Unternehmenskultur

Einen Frau lehnt lächelnd an einer Betonwand und schaut aus dem Fenster. Quelle: Vera Döpke

Sandra Lachmann lebt in Bremen und ist Autorin, Kolumnistin, Storytelling-Expertin. Und nicht davon abzubringen, mehr Gender-Gerechtigkeit, mentale Gesundheit und Vertrauen in die Arbeitswelt zu bringen. Über ihren Blick auf Vereinbarkeit schreibt und spricht sie – auf Panels, im Podcast “work is not a kinderspiel”, in Magazinen, Workshops und in den digitalen Medien. Ein guter Grund für uns, Sandra als Role Model für Avanja zu Wort kommen zu lassen.


Welche deiner Aufgaben macht dir am meisten Spaß und warum?

Veröffentlichungen und Projektstarts sind natürlich immer Highlights. Wenn eine Reportage von mir mit den dazu entstandenen Fotos online geht, eine Kolumne on air zu hören ist oder die Landingpage für ein über Monate geplantes Veranstaltungsformat erscheint, dann ist das jedes Mal ein toller Moment. Im Projektprozess selbst macht mir neben der konzeptionell-kreativen Arbeit (Wie wird aus einer vagen Idee eine passende Kommunikationsmaßnahme?) tatsächlich das Projektmanagement am meisten Spaß. Termine jonglieren, die richtigen Menschen zur richtigen Zeit einbeziehen, Trelloboards pflegen, Informationsweitergaben sicherstellen, Workshops vorbereiten… Ich bringe gern Ordnung ins Chaos.

Gibt es eine Person, die dich in deiner Karriere entscheidend beeinflusst hat?

Ja. Ich hatte in meiner ersten Festanstellung als Pressesprecherin einen Vorgesetzten, der mir viel Raum und Vertrauen geschenkt hat, um eigene Ideen umzusetzen und meine Stimme im und für das Unternehmen zu finden – obwohl ich zu dieser Zeit wirklich noch sehr grün hinter den Ohren war. Es ist leider alles andere als selbstverständlich, dass ein gestandener Geschäftsführer so mit einer jungen Berufseinsteigerin umgeht.

Dass ich mich so ernstgenommen gefühlt habe, hat definitiv dafür gesorgt, dass ich meine Kompetenzen entdecken und weiterentwickeln konnte.

Sandra Lachmann

Welchen Rat gibst du einer 18-Jährigen, die gerade ihr Abitur macht und keine Ahnung hat, was sie danach machen will?

Dass sie sich davon nicht verrückt machen sollte. Wir arbeiten alle sehr viele Jahrzehnte unseres Lebens, da reicht es auch, erst mit 20 oder auch später so richtig mit dem beruflichen Werdegang durchzustarten.

Eine Auszeit nach der Schule, um verschiedenes auszuprobieren, ist nicht Schlechtes. Ich habe sie mir nicht genommen und würde das heute anders machen.

Sandra Lachmann

Welches Klischee bzgl. Männer und Frauen im Beruf ärgert dich am meisten und warum?

Wer würde es augenrollend mit “Meine Güte, der muss mal weniger emotional sein!” kommentieren, wenn ein Mann in einer Besprechung aufgebracht reagiert? Richtig, niemand. Männer bekommen stattdessen oft noch mehr Respekt, wenn sie Wut zeigen. Machen Frauen ihre Grenzen deutlich, wird das hingegen belächelt und in die Schublade “unnötig hysterisch” gesteckt. Das ärgert mich immer wieder.

Welche Frage würdest du einem anderen Avanja Role Model gerne stellen?

Wann gehen wir mal Mittag essen?

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