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Unsere Familiarität ist kein Spruch

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Eine große Gruppe Menschen steht draußen auf einem Platz und hält ein Banner. Das Foto ist aus der Luft aufgenommen. Quelle: Olaf Preuschoff

Durchs nüchterne Videomeeting schwingt bei Dorothee Pioner die Begeisterung für ihr Unternehmen, die CVS Ingenieursgesellschaft mbH. Sie erzählt vom “Kaffeeklatsch”, auf den in der Corona-Zeit niemand verzichten wollte, und der kurzerhand ins Digitale verlagert wurde. Sie lobt die ungeheure Flexibilität und die Chancen zur Weiterentwicklung. Ganz viel werde individuell möglich gemacht, so die Personalentwicklerin. Als erstes norddeutsches Unternehmen ist CVS jetzt auch Partner bei Women in Tech.


“Unsere Familiarität ist kein Spruch”, sagt Dorothee Pioner. Individuelle Arbeitszeitgestaltung, mobiles Arbeiten, Gesundheitsförderung oder das Sommerfest mit der ganzen Familie: Das sei schon selbstverständlich gewesen, als sie 2019 als bei dem Bremer IT-Systemhaus anfing. “Das entwickelt sich aus uns heraus, das ist nichts Starres.” Bei ihr war es zum Beispiel überhaupt kein Thema, dass sie als Mutter ihren Job in Teilzeit und zeitweise im Homeoffice machen konnte.

Mit einem Anteil von fast 20 Prozent Frauen im technischen Bereich steht CVS im Branchenvergleich gut da. Aber auch das beste IT-Unternehmen hat noch Luft nach oben, wenn es darum geht, weitere Frauen an Bord zu holen und insgesamt die Diversität weiter zu erhöhen. “All genders welcome” heißt es in den Stellenausschreibungen von CVS. “Wir wollen zeigen, dass uns das wirklich wichtig ist”, betont Dorothee Pioner.

Programme fördern Diversität und Unternehmenskultur

Mit ihrer Begeisterung hat Dorothee Pioner auch ihre drei Chefs angesteckt. Überzeugt hat sie die Inhaber außerdem davon, dass sich CVS mit verschiedenen Förderprogrammen hinsichtlich Diversität und Unternehmenskultur noch weiterentwickeln kann.

Mit Erfolg: Das Unternehmen erhielt 2021 das Bremer Qualitätssiegel ‘Ausgezeichnet Familienfreundlich’. Nach einem zweijährigen Auditierungsverfahren im Rahmen der Initiative neue Qualität in der Arbeit vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales bekam CVS 2021 das Prädikat ‘Zukunftsfähige Arbeitskultur’.

Willkommen sind bei CVS auch Frauen, die sich als Quereinsteigerinnen für eine IT-Karriere interessieren. Dorothee Pioner hat dafür unter anderem Kontakt mit dem F.IT-Projekt von bremen digitalmedia aufgenommen.

Elternzeit und Frauen in Führung

Um Beruf und Familie noch besser zu vereinbaren, werden die Maßnahmen stetig an die Bedürfnisse der Mitarbeitenden angepasst. Elternzeitpat:innen sorgen zum Beispiel dafür, dass der Kontakt nicht abreißt. Außerdem nehmen mehr Männer länger Elternzeit als die üblichen zwei Monate.

“Bei den ersten auf Führungsebene habe ich noch kurz gestutzt, weil das ungewohnt war”, gibt Dorothee Pioner zu. Inzwischen sei das aber genauso selbstverständlich, wie zu schauen, ob sich eine freigewordene Führungsposition durch eine Mitarbeiterin besetzen lässt. “Wir wissen, wie wichtig Frauen in Führung sind. Sie sehen Dinge einfach anders.”

Rolemodels in die Schulen

Verstärkt rückt CVS die IT-Expertinnen aus dem Haus in den Blick, zum Beispiel auf der Website und in den Social Media-Kanälen. Dorothee Pioner plant auch weitere Aktionen, bei denen diese über ihre Arbeit erzählen.

Wie wichtig solche Vorbilder sind, merkt sie als Schulelternsprecherin am Gymnasium Horn: “Wir müssen viel früher anfangen, bei Mädchen Interesse zu wecken, und als Unternehmen an die Schulen rangehen. Und wie macht man das am besten? Indem sich ein weibliches Rolemodel hinstellt und sagt: Ja, als Frau in der IT, das macht Spaß und du kannst etwas bewegen.”

Seit diesem Jahr ist CVS Partner der Initiative “Women in Tech (WiT)”. Damit schafft es sich einen direkten Draht zu jungen IT-Expertinnen und vermittelt die eigenen Mitarbeiterinnen als Mentorinnen. Zugleich stellt CVS sich den hohen Anforderungen an Gender Diversity. “Mit unserer Beteiligung an Women in Tech haben wir in ein positives Wespennest getroffen”, sagt Dorothee Pioner über das große öffentliche Interesse, das auf die Bekanntgabe des Engagements folgte.

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