So sprichst du „-:innen“ aus
Den Doppelpunkt in Mitarbeiter:innen auszusprechen ist ganz einfach. Wir nutzen den so genannten Glottisschlag ständig, ohne es zu merken – zum Beispiel in vielen zusammengesetzten Wörtern, wie be:inhalten oder Spiegel:ei.
Schulpatenschaften
Such Schulen in der näheren Umgebung und sprich die Schulleitung auf eine Schulpatenschaft an. Du kannst zum Beispiel bei der Berufsorientierung unterstützen, in den Klassen von deinem Unternehmen und den Berufsbildern berichten und Schüler:innenpraktika organisieren.
Teenager-Rhythmus
Neue Auszubildende sind oft durch den Schulalltag daran gewöhnt, spätestens alle 90 Minuten eine Pause zu machen. Und wenn’s im Sommer zu heiß war, gab’s sogar hitzefrei. Lass ihnen Zeit, sich an das neue Umfeld und den neuen Rhythmus zu gewöhnen!
Gründe nennen
„Was bringt mir das?“ ist für Auszubildende eine durchaus wichtige Frage. Darum erkläre ihnen, warum sie eine Aufgabe so oder so ausführen sollen. Im Gespräch erfährst du außerdem, welche Fähigkeiten die Auszubildenden vielleicht schon haben.
Commitment des Managements
Gehe mit gutem Beispiel voran und setze deine Vorhaben für das Unternehmen auch im Management um. Damit schaffst du Vertrauen in die Ernsthaftigkeit deines Engagements. Deine Kolleginnen und Kollegen werden eher Änderungen mittragen, wenn auch du ein Teil des Wandels bist.
Frage die Frauen
Du hast die Expertinnen schon in deinem Unternehmen? Frage sie, was sie sich in der Vergangenheit gewünscht hätten und welche Änderungen sie jetzt sehen möchten. So findest du schnell und unkompliziert die ersten Maßnahmen, um bei dir das Umfeld für Frauen zu verbessern.
Von Gender Balance profitieren alle
Flexible Arbeitszeitmodelle, feste Besprechungszeiten, bessere Elternfreundlichkeit – von vielen Maßnahmen profitieren nicht nur Frauen. Unterstreiche die Vorteile der Neuerungen für die Teams und das Unternehmen im Ganzen um auch Skeptiker:innen an Bord zu holen.
Lass gemischte Teams zum Standard werden
Wenn du den Erfolg einer Abteilung auch an der Gender Balance der Teams misst, generierst du einen Anreiz, die Teams in Zukunft anders zusammenzustellen. Betrachte männlich dominierte Teams als die erklärungsbedürftige Abweichung.
Transparente Zeitangaben
Wie lange warte ich auf Antwort? Einen Tag, eine Woche, einen Monat? Ein transparenter Bewerbungsprozess sorgt besonders bei Bewerberinnen für Vertrauen. Gib in deinen Stellenanzeigen, auf deiner Website oder bei der Eingangsbestätigung zur Bewerbung konkret an, wie der Prozess weitergeht.
Sprache variieren
„Empathisch, kooperativ, teamorientiert“: Von diesen Worten in Job-Anzeigen fühlen sich eher Frauen angesprochen. Eher männlich konnotiert sind dagegen „analytisch, durchsetzungsfähig, entscheidungsfreudig“. Mit einer guten Mischung sprichst du in Stellenanzeigen und auf der Karriereseite beide an.
Gemischte Bewerbungssituationen
Beim Bewerbungsgespräch sitzen drei Männer einer Frau gegenüber? Das kann dazu führen, dass die Frau nicht als Individuum, sondern als stereotyp „weiblich“ wahrgenommen wird. Überleg doch mal, wie bei deinen nächsten Bewerbungsgesprächen ein gemischtes Team anwesend sein kann.
Videokonferenz first
Musst du dich mit deinem Team wirklich für jedes Meeting im Büro treffen? Wie wäre es mit „Videokonferenz first“ bei allen Besprechungen! Mittlerweile ist doch allen klar: Homeoffice sorgt für gute Arbeitsergebnisse und hilft dabei, Beruf und Familie zu vereinbaren. Damit können Unternehmen gut werben.
Genderneutrale Berufsbezeichnungen
Suchst du einen Systemadministrator? Oder doch eher eine Fachkraft für Systemadministration? Prima, bei der zweiten Variante fühlen sich auch Frauen angesprochen. Achte bei der Stellenausschreibung auf genderneutrale Berufsbezeichnungen.
Wertungen aus der Kommunikation streichen
„Ich habe versucht, dich anzurufen, aber ich habe dich nicht mehr erreicht.“ Nicht mehr? Das impliziert, dass man Feierabend gemacht hat. „Herr Müller arbeitet nur halbtags.“ Nur? Klingt, als sei das weniger wert. Ohne die fett markierten Worte verändert sich die Bedeutung der Aussagen. Probier es aus!
Klare Regelungen im Krankheitsfall
Gibt es bei dir klare Regelungen, ob zum Beispiel kranke Mitarbeitende zuhause angerufen werden? Oder wird das jedes Mal von Fall zu Fall entschieden? Es bringt Ruhe und Sicherheit in den Arbeitsalltag, wenn Verhaltensweisen und Abläufe für den Krankheitsfall gemeinsam festgelegt werden.
Regelmäßig freie Arbeitszeitgestaltung
Wann arbeite ich effizient? Bekomme ich ein schlechtes Gewissen, wenn mein Kollege früher anfängt als ich? Wenn Mitarbeitende selbst über ihre Arbeitszeit entscheiden, reflektieren sie sich automatisch selbst. Ein Unternehmen kann parallel feststellen, wie sich diese Art der Arbeitszeitgestaltung auf Teamwork und Ergebnisse auswirkt.
Mütter und Väter
Sprich in internen Mails von Müttern und Vätern anstelle von Eltern. Wenn beide Elternteile genannt werden, fühlen sich Frauen und Männer persönlicher angesprochen. Gleichzeitig macht es deutlich, dass es für dein Unternehmen selbstverständlich ist, dass Männer sich genauso zuhause einbringen.
WIR-Gefühl stärken
Um deinem Team einen wertvollen Perspektivwechsel zu ermöglichen und Vertrauen zu signalisieren, übergib die Moderation und inhaltliche Vorbereitung von Meetings rotierend an deine Teammitglieder. Positiver Nebeneffekt: Du selbst kannst dich inhaltlich voll einbringen.
Feste Zeitfenster für Meetings
Um Männer und Frauen in ihrer Care-Arbeit zu unterstützen, helfen festgelegte Kernzeiten, in denen Meetings abgehalten werden (zum Beispiel zwischen 10 und 15 Uhr). Diese Regel ermöglicht eine bessere Tagesplanung und entlastet Eltern besonders an den Randzeiten des Arbeitstages.
Richtig Feedback geben
Vermeide ein pauschales Feedback wie „du bist unzuverlässig“. Nenne lieber konkrete Beobachtungen oder Tatsachen wie: „Du hast die Aufgabe, die ich dir letzte Woche gegeben habe, noch nicht gemacht. Woran liegt das?“